Kennst du das: Du bekommst plötzlich Herzrasen, fängst an zu schwitzen und zu zittern, dir wird erst ganz heiß und dann wieder kalt, du bekommst nur schwer Luft und hast ein Engegefühl im Hals, deine Gedanken rasen und du hast vielleicht sogar Angst zu sterben?

Sie sind überwältigend und tauchen scheinbar aus dem Nichts auf: Panikattacken.

Dabei handelt es sich um einen Angstzustand, der sehr schnell sehr stark wird und sich auf verschiedenen Ebenen zeigen kann:

  •  Verhalten: Vermeidungsverhalten (vermeiden von Orten oder Situationen, wo Panikattacken ausgelöst wurden), Fluchtverhalten (verlassen von Orten/Situationen, die mit Panikattacken in Verbindung gebracht werden), erstarren
  • Gefühle: Hilflosigkeit, Unwirklichkeit, Angst (z.B. davor die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden oder zu sterben), Gefühl neben sich zu stehen oder nicht mehr man selbst zu sein (Depersonalisation), Umgebung als fremd oder unwirklich empfinden (Derealisation)
  • Körper: schwitzen, Herzklopfen/Herzrasen, erhöhter Puls, erhöhter Blutdruck, zittern, Kribbeln in den Händen und Füßen, Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot, Kälte- oder Hitzegefühl, Schwindel, Brustschmerzen und Engegefühl im Brustbereich, Benommenheit, Übelkeit, trockener Mund
  • Gedanken: Wie komme ich hier raus. Hoffentlich passiert nichts. Hoffentlich wird es nicht schlimmer. Ich halte das nicht aus.

In den ersten zehn Minuten erreicht die Attacke in der Regel ihren Höhepunkt und nach etwa einer halben Stunde ist sie abgeklungen.

Bei Angst handelt sich um eine instinktive Schutzreaktion