Über Trauma

Was ist ein Trauma?

Trauma (griech. = Wunde) ist eine Folge von Stress. Zu viel Stress, der vom Nervensystem nicht gehalten werden kann, der den Körper überflutet und krank machen kann.

Wieviel Stress man aushält, hängt von der eigenen Resilienz ab. Resilienz ist die individuelle Fähigkeit, Krisen zu bewältigen.

Traumatischer Stress ist die Reaktion auf ein oder mehrere Ereignisse. Eine Extrembelastung kann plötzlich und einmalig eintreten (Monotrauma), z.B. eine Verlusterfahrung. Zuviel Stress kann sich aber auch langfristig und schleichend einstellen, etwa im Umgang miteinander in der Familie, z.B. Vernachlässigung (Komplextrauma): Für manche Menschen hat dies keine Folgen (Resilienz), andere aber entwickeln Symptome. Sie leiden darunter und der Alltag wird immer mehr dadurch bestimmt. Wenn der Körper in der Stressreaktion „stecken“ bleibt und diese chronifiziert, können Störungen in unterschiedlicher Ausprägung entstehen, vom „Burnout“ bis hin zur komplexen Traumafolgestörung.

Einzelne Ereignisse können auf ein Kind traumatisierend wirken, z.B. der Tod eines Geschwisters (im Mutterleib), eine schwierige Geburt. Aber auch dauerhaft fehlende bedürfnisorientierte Erziehung oder unsichere Bindungsangebote der Bezugspersonen können komplexe Traumafolgesymptome auslösen.

Traumatherapeutisch können alle Menschen effektiv behandelt werden, die frühe Gewalterfahrungen, Vernachlässigung, Missbrauch erleben mussten. Diese gründen sich v.a. in folgenden Diagnosen: komplexe PTBS, dissoziative Störungen, bipolare Störungen, Borderline- und andere Persönlichkeitsstörungen sowie ADHS. (Quelle: J. Fisher, Die Arbeit mit Selbstanteilen in der Traumatherapie, Paderborn 2019, S. 25ff.)

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